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China: Geschichte des Zweiten Weltkriegs nicht verfälschen

Die Volksrepublik China positioniert sich einmal mehr als Verteidiger der nach 1945 entstandenen internationalen Ordnung: Bei der Plenarsitzung des Östlichen Wirtschaftsforums im russischen Fernen Osten kündigte Peking Widerstand gegen Versuche an, die Geschichte des Zweiten Weltkriegs umzuschreiben.
China: Geschichte des Zweiten Weltkriegs nicht verfälschenQuelle: Sputnik © Wjatscheslaw Prokofjew

China verteidigt die nach dem Zweiten Weltkrieg entstandene internationale Ordnung und wird sich Versuchen entgegenstellen, die Geschichte umzuschreiben und das bestehende System der internationalen Beziehungen zu verändern. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf den Vizeministerpräsident des chinesischen Staatsrats, Ding Xuexiang. Auf der Plenarsitzung des Östlichen Wirtschaftsforums sagte Ding:

"Wir sind bereit, gemeinsam mit unseren Partnern die Kontakte und die Zusammenarbeit zu vertiefen, die Ziele der UN-Charta einzuhalten, die internationale Gerechtigkeit zu verteidigen und uns Versuchen entgegenzustellen, die Ergebnisse des Zweiten Weltkriegs und die Nachkriegsordnung infragezustellen."

Peking hatte diese Position bereits mehrfach betont: Bei einem Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping vom 7. bis 10. Mai 2025 anlässlich der Feierlichkeiten zum Tag des Sieges unterzeichneten China und Russland sogar eine gemeinsame Erklärung zur Vertiefung ihrer strategischen Partnerschaft, die eine wahrheitsgetreue Darstellung der Geschichte des Zweiten Weltkriegs zu einem festen Bestandteil der bilateralen Zusammenarbeit erklärt – etwa durch gemeinsame Gedenkveranstaltungen, die Suche nach den Überresten gefallener Soldaten, die Restaurierung von Gedenkstätten sowie eine engere Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Archivwesen und Medien.

Xi erklärte damals, beide Länder würden gemeinsam für eine korrekte Sichtweise auf die Geschichte des Zweiten Weltkriegs sowie für Autorität und Status der Vereinten Nationen eintreten und sich für eine gleichberechtigte, geordnete und inklusive wirtschaftliche Globalisierung einsetzen.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte am 1. September erklärt, das Potenzial der Vereinten Nationen werde bislang nicht voll ausgeschöpft, weshalb die Effizienz ihrer Arbeit gesteigert werden müsse. Es gehe um die Herausbildung einer neuen, gerechten, multipolaren Weltordnung – dieser Prozess sei objektiv bedingt und unumkehrbar.

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