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Liveticker zur Wahl in Sachsen-Anhalt: Hohe Wahlbeteiligung zeichnet sich ab

Der Sonntag bringt eine Richtungswahl in Sachsen-Anhalt, mit Bedeutung für die Bundespolitik hinaus. RT DE wird Sie, liebe Leser, über die kommenden Tage mit diesem Liveticker über die Landtagswahl informieren und das Geschehen rund um die Wahl begleiten.
Liveticker zur Wahl in Sachsen-Anhalt: Hohe Wahlbeteiligung zeichnet sich ab

  • 6.09.2026 14:02 Uhr

    14:02 Uhr

    In der CDU Sachsen-Anhalt deutet sich ein Richtungskampf an

    Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) zufolge ist bei den sachsen-anhaltischen Christdemokraten bereits vor Schließung der Wahllokale ein Streit ausgebrochen. Das RND deutet mit Bezug auf nicht näher spezifizierte Quellen an, dass es dabei vor allem um den Umgang mit der Linkspartei geht. Eigentlich gilt in der CDU seit ihrem Bundesparteitag 2018 ein Unvereinbarkeitsbeschluss, der ihr nicht nur die Zusammenarbeit mit der AfD, sondern auch mit den Linken verbietet.

    Allerdings weisen Umfragen darauf hin, dass eine erneute CDU-geführte Landesregierung ohne zumindest eine Tolerierung durch die Linkspartei ein Ding der Unmöglichkeit werden könnte. Deshalb trifft sich Ministerpräsident Sven Schulze, der zugleich als CDU-Landesvorsitzender fungiert, den RND-Informationen zufolge heute Nachmittag mit den sachsen-anhaltischen CDU-Kreisvorsitzenden. Das mutmaßliche Ziel des Treffens: eine Verständigung auf einen gemeinsamen Kommunikationskurs in den nächsten Tagen.

    In den kommenden Tagen könnte es im CDU-Landesverband hoch hergehen. Am Montagabend wird der Landesvorstand tagen, am Dienstagvormittag die frisch gewählte CDU-Landtagsfraktion. Man munkelt in der Partei, dass dann der Schulze-Vertraute Ulrich Thomas gegen den bisherigen CDU-Fraktionschef Guido Heuer kandidieren könnte.

  • 13:45 Uhr

    Grüne Spitzenkandidatin stimmt in Quedlinburg ab

    Wie der Sender MDR berichtet, hat die Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen, Susan "Suse" Sziborra-Seidlitz, bereits am Vormittag zur Stimmabgabe ein Wahllokal an ihrem Wohnort Quedlinburg aufgesucht. Einem Pressesprecher der Grünen zufolge habe es nur eine kurze Schlange gegeben.

    Die gebürtige Ostberlinerin ist mit einem Quedlinburger verheiratet und lebt dort seit fast zwei Jahrzehnten. Sziborra-Seidlitz zog bei der Landtagswahl 2021 über die Landesliste der Grünen in den sachsen-anhaltischen Landtag ein. Die zuvor als Krankenpflegerin tätige Sziborra-Seidlitz ist Co-Vorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen in Sachsen-Anhalt.

  • 13:29 Uhr

    Mobilisierung der Unentschlossenen könnte den Wahlsieg bedeuten

    Laut einer wenige Tage vor der Wahl veröffentlichten Umfrage des ZDF-Politbarometers waren zu diesem Zeitpunkt noch 26 Prozent der Wähler unentschlossen, welcher Partei sie an diesem Sonntag den Vorzug geben sollen. Je nachdem, wer die Unentschlossenen noch mobilisieren kann, könnte das für die AfD den Wahlsieg oder den Verlust der Möglichkeit einer Alleinregierung bedeuten. Das liegt daran, dass der Einzug mehrerer kleinerer Parteien die Chancen auf eine absolute AfD-Mehrheit immer weiter verringert.

    Die Wahlumfragen selbst üben dem Politikwissenschaftler Werner Krause zufolge einen erheblichen Einfluss auf die Wahlentscheidung aus. Gegenüber dem Tagesspiegel erklärte er: "Die aktuellen Umfragewerte der AfD könnten Unentschlossenen signalisieren: Ihr könnt dafür sorgen, dass diese Partei ein historisches Ergebnis einfährt. Gleichzeitig kann es genauso zum Gegenteil kommen, also dass Menschen sich für eine spezifische Partei entscheiden, um genau dieses Ergebnis zu verhindern."

    Am Wahlsonntag selbst dürfen keine Wahlumfragen mehr veröffentlicht werden. Dieses Verbot soll den Grundsatz der Gleichheit der Wahl garantieren. Denn alle Wähler sollen, egal zu welcher Tageszeit sie ihre Stimme abgeben, den gleichen Wissensstand haben. Das wäre nicht mehr gegeben, wenn Umfrageergebnisse vor Schließung der Wahllokale veröffentlicht würden.

  • 13:16 Uhr

    CDU-Ministerpräsident Sven Schulze gibt seine Stimme ab

    Am Mittag hat auch der amtierende Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Sven Schulze, seine Stimme abgegeben. Die Zeit des Wahlkampfs sei anstrengend gewesen, sagte der CDU-Spitzenkandidat vor dem Wahllokal. "Dann warten wir mal ab", sagte Schulze nach seiner Stimmabgabe.

    Im Anschluss stand er Journalisten Rede und Antwort. Auf ein Prognose zum Ausgang der Wahl wollte er sich aber nicht einlassen. 

  • 13:14 Uhr

    In Sachsen-Anhalt zeichnet sich eine hohe Wahlbeteiligung ab

    Wie die sachsen-anhaltische Landeswahlleiterin Christa Dieckmann gegen 12 Uhr am Wahlsonntag in einer Pressemitteilung bekannt gab, ist die Wahlbeteiligung bei der diesjährigen Landtagswahl überdurchschnittlich hoch. Weitere Daten über die vorläufige Wahlbeteiligung sollen um 14 und 16 Uhr veröffentlicht werden.

    Der Veröffentlichung der Landeswahlleiterin zufolge betrug die Wahlbeteiligung um 12 Uhr 34,72 Prozent. Bei der Landtagswahl im Jahr 2021 hatte die Wahlbeteiligung im Vergleichszeitraum dagegen lediglich 22,4 Prozent betragen.

    Bezüglich des bisherigen Wahlverlaufs zog Dieckmann ein positives Fazit. Die Wahl habe in den rund 2.130 Urnenwahllokalen Sachsen-Anhalts pünktlich begonnen. Am Vormittag sei die Wahl reibungslos verlaufen. Unverhältnismäßige Wartezeiten habe es nicht gegeben.

  • 13:00 Uhr

    Wagenknecht pocht erneut auf überparteilichen Ministerpräsidenten

    In einem heute Morgen auf der Social-Media-Plattform X veröffentlichten Wahlaufruf besteht BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht erneut auf einem überparteilichen Ministerpräsidenten für Sachsen-Anhalt. Dieser solle mit wechselnden Mehrheiten regieren und das Land wieder zusammenführen. Demnach will das BSW Ulrich Siegmund weiterhin nicht zum Ministerpräsidenten küren. Allerdings lehnt dieser ohnehin eine AfD-Regierung mit BSW-Unterstützung ab.

    Um eine "Brandmauerkoalition" von CDU bis Linke zu verhindern, brauche es den Einzug des BSW in den sachsen-anhaltischen Landtag, erklärte die BSW-Politikerin. Mit der Abwahl von CDU-Amtsinhaber Sven Schulze ließe sich dann auch das Ende der Kanzlerschaft von Friedrich Merz einleiten. Wagenknechts Verheißung: "Denn fällt der CDU-Ministerpräsident, wackelt auch Kanzler Merz." Wagenknecht zufolge wäre Merzens Sturz "ein Segen für unser Land".

  • 12:45 Uhr

    Internationale Presse in Sachsen-Anhalt: "Es geht um ganz Europa"

    Der Spitzenkandidat der AfD, Ulrich Siegmund, hat in seinem Wahlbezirk Tangermünde seine Stimme abgegeben. Vor Ort haben sich Journalisten aus aller Welt versammelt und Fragen an den AfD-Politiker gerichtet.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite

  • 12:34 Uhr

    Journalisten-Vertreter beklagen Angriffe bei AfD-Veranstaltungen

    In einer am Donnerstag herausgegebenen Pressemitteilung der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di konstatiert die Interessenvertretung "einen besorgniserregenden Anstieg von Übergriffen auf und Behinderungen von Medienschaffenden" während des Landtagswahlkampfs. Dies betreffe vor allem Veranstaltungen der AfD.

    Der dju zufolge habe man seit Anfang Mai 2026 über 30 Vorfälle bei Wahlkampfveranstaltungen der AfD registriert. Von der Aggression betroffen seien mindestens 47 Journalisten, TV-Teams und Influencer gewesen. Die Mehrzahl dieser Vorfälle habe sich in den letzten Wochen vor der Wahl ereignet.

    Dabei gehe es um verbale Diffamierung und Behinderung der journalistischen Tätigkeit, aber auch um Nachstellungen und Doxing. Unter Doxing versteht man das Veröffentlichen personenbezogener Daten ohne Einwilligung des Betroffenen. In fünf Fällen sei es sogar zu körperlichen Angriffen gekommen. Im Vergleich zum Vorjahr sei das ein erheblicher Anstieg der Fälle.

    Die mutmaßlichen Täter seien oft selbst Medienschaffende, meist Streamer und Medienaktivisten aus dem rechten Spektrum. Als Beispiel dafür nannte die dju einen Vorfall in Merseburg, wo ein Streamer einen Reporter von Spiegel TV beiseitegerempelt habe. Dazu habe es feindselige Sprechchöre gegeben.

    In Lützen habe es eine Korrespondentin des Magazins Politico getroffen. Ein Sicherheitsmitarbeiter einer AfD-Wahlkampfveranstaltung habe die Journalistin am Arm gepackt und gegen eine Bordsteinkante gestoßen. Die herbeigerufene Polizei habe sich auf die Seite des Sicherheitsmannes gestellt.

    Ver.di-Fachbereichsleiter Lucas Munzke sprach diesbezüglich von der AfD als einer "medienfeindlichen Partei", die unabhängige Berichterstattung bekämpfe. Die Behörden in Sachsen-Anhalt müssten die Reaktion der Polizei auf diese Übergriffe aufarbeiten, damit die Polizei künftig ihrer Schutzpflicht gegenüber den Journalisten nachkomme. Gegenüber den Streamern und Parteisicherheitsdiensten müssten die Strafverfolgungsbehörden die Übergriffe zudem konsequent ahnden.

  • 12:06 Uhr

    Ulrich Siegmund: "Abschieben ab Minute 1"

    Bei seiner Wahlkampfabschlussrede am Samstag in Magdeburg erklärte Ulrich Siegmund, dass er vielleicht tatsächlich der "gefährlichste Mann in Deutschland" sei, allerdings nicht für die Deutschen, sondern für das Establishment. Er kündigte an, Sachsen-Anhalt und Deutschland "zurückzuholen" und das wieder aufzubauen, was über Jahrzehnte zerstört wurde.

    Siegmund betonte, seine Partei beschäftige sich nicht mit Brandmauern, sondern mit konkreter Politik und sei bereit, ab dem ersten Tag Verantwortung zu übernehmen. Für Sachsen-Anhalt kündigte er eine konsequente Abschiebepolitik an: "Abschieben ab Minute 1".

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite

  • 11:56 Uhr

    Stimmabgabe von SPD-Spitzenkandidat Willingmann fand im Harz statt

    Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hat auch der Spitzenkandidat der SPD, der derzeitige sachsen-anhaltische Wissenschaftsminister Armin Willingmann, seine Stimme abgegeben. Dies geschah in einem Wahllokal in Wernigerode in Begleitung seiner Frau.

    Jura-Professor Willingmann nutzte der Meldung zufolge die Gelegenheit für eine verbale Attacke auf die in den Umfragen der vergangenen Wochen in Führung liegende AfD: Eine Alleinregierung der AfD würde dem Land schweren Schaden zufügen, ließ Willingmann verlauten. Dem Land wünschte er: "Möge die Sonne auch die nächsten Jahre über Sachsen-Anhalt scheinen!"

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